Hygiene mikroben

Mikroorganismen – eine Gruppe der Krankheitserreger

Die größte bisher ausfindig gemachte Gruppe der Krankheitserreger sind die Mikroorganismen. Sie werden in der Wissenschaft auch als Mikroben und in der Umgangssprache als Kleinstlebewesen bezeichnet. Dabei handelt es sich meist um Einzeller. Mehrzeller stellen bei den Mikroorganismen eher die Ausnahme dar. Ob Viren zu den Mikroorganismen zählen, ist aktuell noch umstritten. Ihnen fehlt der Stoffwechsel, der nach der Definition von Leben unverzichtbar für einen Organismus ist. Mikroorganismen sind nicht alle schlecht für uns, doch ein paar können den Körper auf unterschiedliche Weise schädigen. In der Hauptsache sind es die von ihnen abgegebenen Enzyme, die eine toxische Wirkung auf den Wirt haben. Die von den Bakterien abgegebenen Gifte unterscheiden sich in Endotoxine und Ektotoxine. Bei ihnen handelt es sich häufig um Proteasen, die eine Unterform der Enzyme darstellen. Die Ektotoxine entstehen, wenn die Bakterien absterben und ihre Zellwände dabei aufgelöst werden. Die Endotoxine sind wesentlich komplexer.

Hygiene Krankheitserreger

Sie setzen sich aus Polysacchariden, aus Proteinen und aus Lipiden zusammen. Die beim Absterben frei werdenden Ektotoxine verursachen Erkrankungen wie Scharlach, Keuchhusten, Cholera sowie Wundstarrkrampf und Diphtherie. Gegen viele dieser Erkrankungen ist heute eine Immunisierung durch frühzeitiges Impfen möglich. Die Endotoxine der Bakterien können beispielsweise eine Sonderform beim Typhus verursachen, die im Zusammenhang mit einer Salmonelleninfektion auftritt. Traurigerweise ist auch erkannt worden, dass sich genau die Giftstoffe der Mikroorganismen als Basis für Biowaffen verwende lassen. Ein Beispiel ist Clostridium botolikum. Dessen Toxin steht auf der Weltrangliste der giftigsten Stoffe ganz weit oben und übertrifft von der Wirksamkeit als Biowaffe sogar noch Sarin, das als eines der stärksten Nervengifte zählt. Welche Gefahr für den Menschen von einer Sorte Mikroorganismen ausgeht, kann an der Einstufung in die biologische Schutzstufen abgelesen werden.

Genrell ist darauf hinzuweisen, dass aufgrund der Vielzahl an Mikroorganismen auf und im menschlichen Körper von
1.000.000.000.000.000 = 1015 (1 Billiarde) die wenigsten davon tatsächlich Krankheitserreger sind. Die meisten sind für uns lebensnotwendig und lassen uns Atmen und Verdauen.

Krankheitserreger Mikroorganismen

Werden Mikroben tatsächlich pathogen und verursachen Krankheiten bei Mensch oder Tier, handelt es sich meist um einer dieser drei Ursachen.

  • Bakterielle Infektion
  • Pilzinfektion
  • Protozoeninfektion

Jedoch kann ein gesunder Mensch mit diesen Erregern umgehen und mit einem guten Immunsystem diesen Angriff leicht abwehren. Mit etwas Medizin und Untersuchung vom Arzt kann auch geschwächten Menschen schnell geholfen werden.

Die infektiöse Fähigkeit eines Krankheitserregers nennt man  Pathogenität [pathos, das Leiden] oder seine Wirkungsweise und  Fähigkeit, Krankheitssymptome zu erzeugen. Die Pathogenität von Viren ist die Voraussetzung für die Bildung von Krankheiten, diese kommt durch vielfältige negative Eigenschaften des Wirtes – Mensch oder Tier und des Virus zustande.

Lesen Sie mehr über Pathogenität in diesem Beitrag: Pathogenität der Krankheitserreger.